Restrukturierung und Finanzierung

Damit der Schornstein wieder raucht

Dr. Michael Bormann über die Erfolgsfaktoren einer Unternehmensrestrukturierung und -finanzierung im aktuellen Umfeld

Schornstein

Die bdp Venturis Management Consultants sind Ihre Partner für Restrukturierung, Finanzierung, Interimsmanagement und M&A. Wir haben zuletzt unser Restrukturierungsteam stark mit Sanierungs-Spezialisten erweitert, die im Verbund mit den über 100 Mitarbeitern der Sozietät bdp Bormann Demant & Partner nicht nur betriebswirtschaftlich beraten, sondern auch echte Prüfungen vornehmen. Dies ermöglicht eine sehr präzise Analyse der Unternehmenssituation.

Selbstverständlich profitieren Sie bundesweit von unserer Erfahrung aus mehr als 500 Projekten in den letzten zwei Jahrzehnten. Zurzeit führen wir über 30 Restrukturierungsprojekte durch. Was sind die Voraussetzungen für deren Erfolg?

Nur ein ganzheitlicher Ansatz und ein strukturiertes Vorgehen bringen dauerhaften Erfolg

Was auch immer die spezifischen Hintergründe der Unternehmenskrise sein mögen: Betroffen sind immer alle Teile des Unternehmens. Nur ein ganzheitliches Vorgehen sowohl bei der Analyse der Krisenursachen als auch bei der Konzeption und Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen sind erfolgversprechend. Wer nur kurzfristig auf Bilanzverbesserungen achtet, betreibt keine dauerhafte Restrukturierung.

Die wichtigsten Erfolgsfaktoren

  • Ganzheitlicher Ansatz und strukturiertes Vorgehen
  • Fortführungsprognose und Sanierungskonzept nach IdW-Standard
  • Integriertes Planungs-, Controlling- und Reportingsystem
  • Fähigkeit zum professionellen Interimsmanagement
  • Einbeziehung staatlicher Hilfen: KfW-Sonderprogramm und Landesbürgschaften
  • Erfahrung und Reputation des Beraters

Wenn vom Management über die Strategie bis hin zu den Prozessen und kaufmännischen Systemen alles auf den Prüfstand muss, versteht es sich von selbst, dass dies nur ein Berater leisten kann, der die notwendige Expertise in der Breite bietet.

In der Regel ist schnelles und präzises Agieren gefordert, weil oft die Banken Kreditlinien fällig gestellt haben oder eine Überschuldungssituation abgewendet und ein Insolvenzantragsgrund beseitigt werden muss. Da hilft eine planvoll strukturierte Vorgehensweise und viel Erfahrungswissen.

Fortführungsprognose und Sanierungskonzept müssen dem neuen IdW-Standard ES6 entsprechen

Am Anfang einer jeden Restrukturierung steht eine schonungslose Analyse der Situation. Beschönigungen und (Selbst)Täuschungen helfen, wenn überhaupt, nur kurz. Die bdp-Sanierungs-Due-Diligence liefert ein umfassendes Restrukturierungsgutachten mit inte-grierter Ertrags-, Bilanz- und Liquiditätsplanung, das die Stärken und Schwächen in allen Unternehmensteilen klar benennt und immer auch konkrete Handlungsempfehlungen enthält.

Dr. Michael Bormann

Dr. Michael Bormann
ist Steuerberater und seit 1992 bdp-Gründungspartner.

Enorm an Bedeutung gewonnen hat die positive Fortführungsprognose, denn diese kann seit Oktober 2008 bei Kapitalgesellschaften den Insolvenzantragsgrund Überschuldung außer Kraft setzen. Diese Regelung aus dem Finanzmarktstabilisierungsgesetz (FMStG) soll nun auch über 2010 hinaus gelten (vgl. Kasten S. 4). Mit dieser gestiegenen Bedeutung haben auch die fachlichen Ansprüche an die Fortführungsprognose zugenommen. Der Standard ES6 des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IdW) fordert hierzu verbindlich: In den Untersuchungsbereichen Zahlungsfähigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltige Ertragsfähigkeit müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für die nächsten drei Jahre positive Aussichten festgestellt und bescheinigt werden.

Ein integriertes Planungs-, Controlling- und Reportingsystem ist heutzutage unverzichtbar

Das IdW schreibt ferner vor, dass die Planungsrechnung in einem integrierten geschlossenen System erfolgen muss. Es muss also ein vernetzter Plan von Ergebnis-, Liquiditäts- und Bilanzpostenplanung vorliegen, bei dem jede Einzeländerung in einem der Teilpläne in die anderen Planungsbereiche übernommen wird und separate Änderungen ausgeschlossen sind. bdp verwendet ein solches Planungssystem bereits seit 2002.

Im Laufe des Restrukturierungsprozesses müssen auf dieser Basis weitere geschärfte Controllinginstrumente implementiert werden. Sie schaffen die notwendige Transparenz, um den Erfolg der eingeleiteten Maßnahmen auch verlässlich messen zu können. Ein aussagekräftiges Controlling bildet einerseits ein Frühwarnsystem, mit dem zukünftige Krisen bereits im Entstehen identifiziert werden können. Andererseits ermöglicht es ein realistisches Reporting an die Stakeholder des Unternehmens.

Der Berater muss die Maßnahmen im Unternehmen auch umsetzen können, bis hin zum professionellen Interimsmanagement

Nachdem die Liquidität zunächst gesichert wurde und die Bankenrunde erfolgreich verlaufen ist, glauben viele Unternehmer schon, dass der Turn-around geschafft sei. Das ist ein Irrtum. Denn jetzt beginnt die Neuausrichtung erst wirklich. Von der Unternehmensstrategie über die Prozesse bis hin zu Vertrieb und Marketing muss alles auf seine Praxis- und Zukunftsfähigkeit untersucht und neu ausgerichtet werden. Darin besteht die eigentliche Wende des Restrukturierungsprozesses, und ob sie vollzogen wird, zeigt das integrierte Controlling.

Das Management solcher Prozesse überfordert die meisten Unternehmer, denn einerseits ist Krisenmanagement kein Normalbetrieb und andererseits erfordert es eine nüchterne Distanz, zu der der betroffene Unternehmer naturgemäß nicht fähig ist. Hier kann ein erfahrener Interimsmanager helfen. Für ihn sind Krisensituationen nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Das bringt die nötige Gelassenheit ins Spiel. Der ungetrübte Blick des Interimsmanagers kombiniert mit der Erfahrung aus vergleichbaren Situationen ermöglicht die richtige Übersicht.

Angesichts der aktuellen Bankensituation müssen staatliche Hilfen wie das KfW-Sonderprogramm oder Landesbürgschaften einbezogen werden

Da zurzeit die Banken ihren eigenen Bilanzen die größte Aufmerksamkeit widmen (müssen), können Sie oft weitere Sanierungsmaßnahmen von Krisenunternehmen liquiditätsmäßig gar nicht mittragen. Hier muss in Vorbereitung der Bankenrunden geprüft werden, welche weiteren Stakeholder herangezogen werden können, damit die Sanierungslast nicht allein im Bankenkreis verbleibt.

Für Unternehmen, die nachweislich erst nach dem 30. Juni 2008 in die Krise geraten sind, bietet sich das KfW-Sonderprogramm an, das bis zu 90%ige Haftungsfreistellungen für die Hausbank ermöglicht. Erstmals können nun mit KfW-Kreditmitteln auch gewisse Umschuldungen vorgenommen werden.

Unternehmen, die hohen Kreditbedarf haben oder die keine klein- und mittelständischen Unternehmen mehr sind, können Kreditmittel bei der Hausbank beantragen und gleichzeitig eine Landesbürgschaft einwerben. bdp hat jüngst Projekte mit dem KfW-Programm wie auch mit Landesbürgschaften erfolgreich durchgeführt.

Last but not least gilt:

Ein erfahrener Berater garantiert für realistische Konzepte und professionelle Umsetzung, und seine Reputation ist nicht zuletzt für den Erfolg der Verhandlungen mit allen Beteiligten maßgeblich.